Externe Lagerplätze
Was ist es dir wirklich wert, Dinge einzulagern?
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Wie schön, dass es die Möglichkeit gibt, sich durch die Anmietung von externen Lagerplätzen Luft zu verschaffen. Gehörst du zu den Menschen, die darauf zurückgreifen?
Gründe für das Anmieten einer Lagerfläche
Vielleicht reicht dein Platz zuhause einfach nicht aus, um all deine Besitztümer unterzubringen und du lagerst deine saisonal genutzten Dinge ein.
Ganz bewusst, dir ist es das Geld wert.
Oder du benötigst eine Übergangslösung, damit Dinge erst einmal unterkommen. Zum Beispiel bei der Auflösung deines Elternhaushaltes. Immer mal wieder Thema in meinen Kundenprojekten.
Was haben diese beiden Motive gemeinsam?
Richtig, die Menge an Dingen, für die in deinem Zuhause kein Platz ist - egal ob sie temporär genutzt werden oder reine Lagerware sind.
Sind externe Lagerplätze eine langfristige Lösung?
Das liegt im Auge des Betrachters und diese Frage kann nur jeder für sich selbst beantworten.
Für mich ist es zunächst erkaufte Freiheit.
Denn dadurch verschaffst du dir entweder wieder mehr Luft zuhause oder du sorgst dafür, dass du dich nicht - noch weiter - zustellst.
Doch was, wenn aus der Übergangslösung ein Dauerzustand wird, der dich mehr belastet als befreit?
Wie bereits erwähnt, im Rahmen einer Haushaltsauflösung wird oft ein solcher Lagerplatz angemietet. Dabei beobachte ich, dass es meist in der Endphase stattfindet. Kurz vor Übergabe des Hauses. Dann, wenn die Zeit knapp wird. Und wenn die Luft raus ist. Eine vorerst schnelle Lösung.
Und dann gerät der Auflöse- und Aussortierprozess ins Stocken.
Ist ja erst einmal alles gut verstaut. Und die Entscheidungen über den Verbleib der Dinge werden vertagt.
Daher fällt meine Antwort wie folgt aus: Nein, es ist keine langfristige Lösung für diejenigen Dinge, die du "eigentlich" nicht mehr haben willst.
Ordnung schaffen ist ein Prozess
Und dennoch haben die Lagerplätze ihre Berechtigung. Manche Entscheidungen brauchen Zeit. Insbesondere wenn es um hoch emotionale Dinge aus dem eigenen Elternhaus, und somit aus der eigenen Kindheit geht.
Und mit einem gewissen Abstand lassen sich mnche Dinge besser entscheiden. Raus aus der Situation.
Ob daraus ein Zustand wird, der dich unglücklich macht, hängt ganz von dir ab und davon, wann du bereit bist, dich den Dingen wieder zuzuwenden.
"Das hätte ich vor Monaten nicht entscheiden können." sagte letzte Woche erst eine Kundin, als ich mit ihr bei ihrer Lagerbox war. Doch jetzt ist es anders. Gemeinsam haben wir ein Blick in ihre Box geworfen und sie ist heute bereit, sich den Dingen, Stück für Stück zu stellen, diese teilweise zu spenden oder zu entsorgen.
Dranbleiben beim Aussortieren
Und ich freue mich, dass sie wieder dran ist, weitere Entscheidungen zu treffen. Denn jeder Entscheidung über den Verbleib der Dinge aus ihrem Elternhaus trifft sie in erster Linie für ihr eigenes weiteres Leben.